Coronavirus: Verdacht auf eine Infektion und Test

Ist ein Test auf das neuartige Coronavirus bei Personen ohne jedes Krankheitszeichen sinnvoll?
Eine Laboruntersuchung sollte nur durchgeführt werden, wenn Krankheitszeichen vorliegen, um deren Ursache abzuklären. Bei einer gesunden Person sagt ein negatives Testergebnis auf das neuartige Coronavirus nichts darüber aus, ob diese Person doch noch krank werden kann. Zudem werden damit die Laborkapazitäten unnötig belastet.


Ich habe Krankheitsanzeichen wie Husten oder Fieber. Soll ich in die Arztpraxis gehen?
Wer Krankheitsanzeichen verspürt, die auf eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus hindeuten können, sollte sich an eine Arztpraxis wenden. Auf keinen Fall sollte die Arztpraxis jedoch ohne Ankündigung aufgesucht werden! Um andere Personen vor einer Ansteckung zu schützen, ist es sehr wichtig, vorher telefonisch Kontakt aufzunehmen oder eine E-Mail zu schreiben. Die Arztpraxis informiert dann über das weitere Vorgehen. Außerhalb der Praxisöffnungszeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 zu erreichen, in Notfällen sollte die 112 kontaktiert werden.


Wo kann ich mich testen lassen?
Darüber informieren die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117. Die Ärztin oder der Arzt entscheiden, ob ein Test durchgeführt werden sollte und wenn ja, wo. Auch informieren sie über die nötigen weiteren Schritte.
Falls man Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte, sollte man sich direkt an das Gesundheitsamt wenden, das darüber Auskunft gibt, was nun zu tun ist. Das zuständige Gesundheitsamt kann über eine Datenbank des Robert Koch-Instituts ermittelt werden.


Was sollen Betroffene mit Krankheitszeichen tun, wenn sie weder eine Hotline noch eine Hausärztin oder einen Hausarzt telefonisch erreichen?
Wenn Sie nur leichte Krankheitszeichen haben, sollten Sie sich selbst isolieren, d. h. zuhause bleiben und alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden. Außerdem sollten Sie eine gute Händehygiene und die Husten- und Niesregeln einhalten. Sollten die Beschwerden zunehmen, sollten Sie zunächst nochmals versuchen, die bundesweite Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Deutschland 116117 anzurufen. In Notfällen (z. B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf 112 oder eine Rettungsstelle.


Wer entscheidet, ob ich getestet werde?
Dies entscheiden die behandelnden Ärztinnen bzw. Ärzte oder die Klinik. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts.


Sollte bei einer Atemwegserkrankung ärztlicher Rat eingeholt und nach einem Test gefragt werden, auch wenn die Krankheitszeichen nur leicht sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?
Ja, wenn:
• man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde
• eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber etc.)
• wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z. B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)
Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, d. h. zu Hause bleiben, alle engen Kontakte unter 2 Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.